Geringverdiener

Es gibt ja immer mehr Geringverdiener, Menschen die zwar arbeiten aber von ihrem Lohn nicht leben können. Die monatlich zur Arge laufen müssen, und ihre Grundsicherung beantragen müssen, dafür natürlich alle Kontoauszüge, Mietbescheinigungen usw. vorlegen müssen. Andere verdienen grad soviel, das dass das Amt der Meinung ist, da brauchts nichts mehr zusätzlich. Diese Menschen arbeiten zwar, aber haben kein Geld. Der EEJ (Eineurojobber) ist noch schlimmer dran, der hat zwar auch kein Geld, aber darf sich nichtmal aussuchen, wo er denn arbeiten möchte, und Urlaub gibt’s da auch keinen.

Ich habe letztens in den Nachrichten wieder mal gehört, das Deutschland ja ein Land ist, in dem es keine Bodenschätze gibt, und das auf seine Bildung setzen muss, wenn es Erfolg haben will.
Ok, dann muss ich zugeben, ich bin ungebildet. Denn, ich versteh hier gewissen Sachen nicht.

Kann es denn in irgendeiner Weise was mit Bildung zu tun haben, an einen Aufschwung zu glauben, den ich nicht sehe? Daran zu glauben, dass die Arbeitslosenzahlen runter gingen, und das als Erfolg zu verbuchen, obwohl die Krankenkassenbeiträge nun steigen werden, weil es weniger Einzahler gibt?
Die Politik lügt ja nichtmal in ihrer Arbeitslosenstatistik, denn sie sagt, es gibt mehr Beschäftigte, sicherlich beschäftigt sind alle…der Geringverdiener in seinem tollen Job, wie auch der Arbeitslose mit dem Einhalten sämtlicher Maßnahmen.

Aber gibt’s auch mehr Arbeitsplätze mit vernünftigem Lohn?
Nee, kann jeder aufgrund der Erhöhungen selber erkennen, wenn er nachdenkt.

Kann es was mit Bildung zu tun haben, dass man den Kombilohn für richtig hält?
Der Arbeitgeber stellt jemanden ein, zahlt fĂĽr den einen Minimallohn, die Steuerzahler zahlen den Rest!

Und noch besser ist es beim EEJ, da zahlt der Arbeitgeber gar nix, sondern bekommt rund 500 Euro dafür dass er jemanden beschäftigt.

Und vor allem kann es wirklich was mit Bildung zu tun haben, einen Job zu machen, für den man zusätzliches Hartz IV braucht, und darauf stolz zu sein, weil man ja arbeitet?

Kann man stolz darauf sein Ein Euro Jobs zu befürworten, obwohl inzwischen sogar mal kurz in der Presse bekannt gegeben wurde, das viele EEJ sozialversicherungspflichtige Jobs verdrängen?

Ist das wirklich die Bildung auf die manche so stolz sind?

Diesen kranken Kapitalismus zu unterstützen, und am eigenen Ast damit zu sägen, denn auch dein Job kann als „nicht mehr wertvoll“ erklärt werden, und ein Geringverdiener wird ihn übernehmen, während du dann einen Ein Euro Job machen wirst.

Ich will hier in keinster Weise irgendjemand angreifen, aber ich denke, das sich doch jeder wirklich mal überlegen sollte, ob dieser Weg, in dem menschliche Arbeit, der Mensch an sich fast nichts mehr wert ist, wirklich der richtige ist. Und jeder sollte endlich erkennen, das er nicht mehr wert ist, als der andere, der Hartz IV Empfänger is nur ne Nummer, aber der, der 2000 Euro verdient ebenso, oder meint ihr wirklich, die Stechuhr fragt nach eurem Namen?


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Posted 2. Mai 2010 by Deep in category Meine Texte

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