Liebe „Radikale“ Tierschützer,

ich bin selbst auch Tierschützer und esse seit 20 Jahren kein Fleisch mehr, weil meine Seele dieses Tierleid nicht unterstützen möchte, das auch schon vor 20 Jahren im Fernsehen gezeigt wurde, und heute überall präsentiert wird.

Leider schauen immer noch viele weg, und möchten sich ihren Fleischgenuss nicht dadurch vermiesen lassen, und leider verhindern auch viele Eltern, das sich ihre Kinder das ansehen, weil vielleicht die Salami dann doch nicht mehr so gut schmecken könnte, wie wenn sie es nicht gesehen hätten. Vielen Kindern ist heute gar nicht mehr klar, dass das leckere Wiener Würstchen vom einem Lebewesen stammt. Hier muss es noch mehr Aufklärung geben, als bisher, und hier muss auch eine Sarah Wiener ein Tier in der Schule schlachten dürfen, ohne das es einen Aufschrei von zwei Seiten gibt, nämlich einmal von den Fleischessern, die ihren Kindern das Schlachten nicht „zumuten“ möchten .. obwohl ihre Vorfahren da meistens dabei waren, und zum anderen die extremen Tierschützer, die dagegen sind, das eine Schlachtung öffentlich gezeigt wird.

Zwei völlig unterschiedliche Überzeugungen stehen auf der gleichen Seite und wehren sich gegen die Aufklärung!

Wenn ein Kind niemals damit konfrontiert wird, wie ein Tier geschlachtet wird, kann ihm nicht bewusst werden, was hier für eine Quälerei stattfindet, und niemals selbst entscheiden, ob es dieses Tierleid unterstützen will, in dem es Fleisch isst, oder es boykottiert, in dem es darauf verzichtet.

Die freie Entscheidung wird damit unterbunden!

Nun habe ich eine Petition von November 2011 gelesen, sie fordern einen Sicht – und Geruchsschutz vor Fleisch in Supermärkten, und begründen das damit, das Fleisch für Vegetarier eklig ist, und man auch Kinder vor diesem Anblick schützen müsste. Und als Argument liefern sie das Nichtraucherschutzgesetz, das ja auch die Nichtraucher vor den Rauchern schützt, und das Gesetz zu Drogen, das sie verbietet.

Dieser Nichtraucherschutz ist völlig sinnlos, und entmündigt Menschen, es ist teilweise im Freien verboten, wo es überhaupt keinen stören kann, kleine Kneipenbesitzer wurden dadurch bereits in die Pleite getrieben .. nur um angeblich Nichtraucher zu schützen.
Wen schĂĽtzt es denn nun bitte in der leeren Kneipe, die nun so viel freien Platz fĂĽr Nichtraucher hat?

Und genauso sinnlos ist eine solche Forderung, dass es einen Sichtschutz vor Fleisch geben muss! Ich finde den Geruch einer Metzgerei auch nicht angenehm … aber ich halte da einfach kurz die Luft an .. und die Kühltheke im Supermarkt muss ich mir auch nicht so genau anschauen .. ich kann da vorbei laufen .. was bitte ändert es, wenn ich davor verschont werde aber das Leid der Tiere weiter stattfindet, nur eben nun gut verdeckt? Und die Kinder nur noch gebratenes, meist dann ja auch gut riechendes Fleisch erleben, anstelle das eklige blutige Fleisch?

Damit würde nur eines erreicht, nämlich das die Kinder noch weniger mitbekommen, was sie eigentlich auf dem Teller liegen haben. Um so mehr die Fleischproduktion und damit das tote Tier ausgeblendet wird, um so weniger kann Menschen dieses Leid bewusst werden.

In Deutschland leben 80 Millionen Menschen und ca. 6 Millionen davon sind Vegetarier/Veganer, wir sind eine Minderheit, das Tierleid wird durch solche Forderungen nicht beendet, sondern es führt dazu, das wir als lächerlich angesehen werden, und der Braten erst recht gefuttert wird, die Reaktionen auf radikale Forderungen sind meistens radikale Reaktionen, die niemanden etwas bringen. Außer natürlich der Regierung und den entsprechenden Lobbyisten, die gerade ganz massive Kampagnen starten, um die Lebensmittel teurer zu machen. Die Käfighaltung bei Hühnern wurde nun verboten, aber die Massentierhaltung und damit die Quälerei findet weiterhin statt, denn die Bodenhaltung ist auch alles andere als tierfreundlich, aber dafür wurden die Eier nun teurer. Keinem Tier geht’s nun wirklich besser dadurch.

Ihr wollt die Fleischesser genauso ächten, wie die Raucher, ihr wollt die Gesellschaft gegeneinander aufhetzen, und ein Land schaffen, in dem es nur noch gute und schlechte Minderheiten gibt, aber kein gemeinsames Leben mehr, ihr unterstützt damit das System der Ausbeutung von Mensch und Tier, anstelle dagegen zu gehen.
Der Mensch bezeichnet sich selbst als Allesfresser, er kann ohne Fleisch genauso gut oder schlecht leben, wie mit Fleisch, jeder Mensch muss selbst entscheiden was er isst, so wenig wie ich mich dazu zwingen lassen würde, Fleisch zu essen, möchte ich einen anderen dazu zwingen, auf Fleisch zu verzichten.

Es werden zum Glück immer mehr … die von selbst auf Fleisch entweder ganz verzichten, oder aber zumindest auf das Supermarktfleisch, und es lieber beim Bauern selbst einkaufen, das zeigt, das langsam ein Umdenken stattfindet, über das ich mich freue, weil es dadurch entsteht, das die Menschen anfangen darüber nachzudenken, welches Leid den Tieren in der Massentierhaltung zugefügt wird, weil sie anfangen hinzuschauen, und darum muss es gehen, um Überzeugung und nicht um weitere Zwänge und Ächtungen.
Diese radikalen Aktionen werden keinen Fleischesser zum Vegetarier machen, und auch keinen Vegetarier zum Veganer, sondern sie führen dazu, dass man als Vegetarier gleich wie ein extremer Missionar angesehen wird .. und gar nicht wirklich zu Wort kommt, weil durch diese wirklich radikalen Aktionen das Vorurteil entstanden ist, das wir alle in dieser Art radikal wären.

Im Endeffekt ist es daher bei den TierschĂĽtzern und Vegetariern so, dass die radikalen denen schaden, denen es wirklich einfach nur um den Tierschutz geht, der bedeutet, dass der Lebensbereich der Tiere, also die Natur im ganzen geschĂĽtzt werden muss, und das die Massentierhaltung beendet werden muss, denn um diesen Tierschutz zu erreichen ist ein Umdenken der Massen erforderlich, und zwar durch Argumente, und nicht durch weitere ZwangsmaĂźnahmen.

Die Massentierhaltung ist im Endeffekt auch durch Zwangsmaßnahmen entstanden, durch den Zwang eine große Masse an Fleischproduktionen anbieten zu können, der teilweise in den Supermärkten vor sich hin verrottet, weil es wesentlich mehr ist, als gebraucht wird, genau wie bei allen anderen Lebensmitteln.
Echter Tierschutz funktioniert nicht über weitere Verbote o.ä., deren Verantwortung man in die Hände derjenigen geben will, die diese Tierquälerei betreiben, und daran viel Geld verdienen, denn die Tierquälereien werden weiter gehen und es wird auch weiter auf den Menschen ausgeweitet, wir leben in einem System, das die Überproduktion und damit die Vernichtung der Natur braucht, um weiter funktionieren zu können.

Nur wenn viele Menschen wirklich umdenken, in ihrer Ernährung und in ihrem gesamten Leben ist ein echter Tierschutz möglich, denn der Mensch ist nun mal wirklich ein Allesfresser, und ist Fleisch seit sehr langer Zeit gewöhnt, ich würde mir auch wünschen, das die Menschheit irgendwann komplett vegetarisch lebt, aber ich wünsche mir nicht, dass sie das durch Verbote oder Ächtungen wird, ich will keine „Hexenverbrennungen“ ….kein Gegeneinander … sondern das ein Umdenken erreicht wird, das irgendwann jeder versteht, das diese Erde uns alle gut ernähren könnte, wenn wir auf Massentierhaltung verzichten würden.
Nur durch dieses Umdenken kann unsere Natur, und damit auch unsere Tiere, geschützt werden aber dazu müssen die Menschen endlich mal wieder frei denken können, sie müssen aufgeklärt werden, und auch kleine Kinder müssen erfahren was sie da eigentlich essen, das Bauernkind hat früher oft noch den Namen vom Schweineschnitzel gekannt, diese Tiere wurden auch geschlachtet, aber sie durften vorher leben, und hatten oft ein schönes Leben, dahin muss es wieder gehen, der Mensch muss endlich wieder mit der Natur leben, anstelle nur von ihr.

Aber wie sollen Menschen einen Respekt vor der Natur bekommen, wenn sie sich nicht mal gegenseitig respektieren, sondern alles nur radikal verändern und eine neue Evolution über Zwang erreichen wollen und damit immer wieder nur die eigentliche Wurzel immer weiter vernichten?