Sozial ist – was Arbeit schafft

Sozial ist, was Arbeit schafft!

Erinnert ihr euch? Die Parole von CDU/FDP/SPD und Grün, die immer wieder zu hören war, in jeder Talkshow fiel dieser Satz, natürlich wurde es nie genannt woher dieser Satz eigentlich stammt, nämlich der Initiative der Neuen sozialen Marktwirtschaft, einer Organisation die sich zum Ziel gesetzt hat, unser Land zu verändern im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. In dieser Organisation sitzen viele Politiker, und vor allem Politikberater drin.

Aber betrachten wir diesen Satz doch nun mal genauer,
Sozial ist, was Arbeit schafft.

Jedes Kind ist also sozial, denn es schafft ohne Frage Arbeit.
Jeder Kranke ist sozial, denn ohne ihn könnte kein Arzt und kein Pflegepersonal beschäftigt werden.
Jeder alte Mensch ist sozial, denn auch er benötigt Pflegepersonal.
Jeder Arbeitslose ist sozial, denn ohne ihn gäbe es keine Beschäftigten der Arge.
Jeder Chaot, der Autos anzĂĽndet ist sozial, denn er verschafft Versicherungen und Autokonzernen Arbeit.
Sogar jeder Kriminelle ist sozial, denn ohne ihn hätte weder die Polizei, noch die Richter oder die Anwälte oder das Gefängnispersonal Arbeit.

Aber ich vermute mal, dass die INSM und die Politiker das irgendwie anders meinen.
Das Elterngeld fĂĽr Arbeitslose wird abgeschafft, die Kleinsten sind also nicht sozial, denn sie sind zu teuer.
Die Krankenkassenbeiträge sollen erhöht werden, denn die Kranken sind zu teuer.
Als Pflegepersonal für die Alten werden Arbeitslose eingesetzt, denn die ausgebildeten Kräfte sind zu teuer.
Die Arbeitslosen sollen noch stärker sanktioniert werden, offenbar in der Hoffnung, dass sie dann bald verhungern werden.

Sozial scheint also nicht sozial zu sein?
Als sozial dürfen sich wohl nur die Leistungsträger bezeichnen, die aber noch nie definiert wurden.
Denn wer ist ein Leistungsträger?
Ein Unternehmer, der Ein Euro Jobber einstellt, und denen eine Arbeit gibt? Eine Arbeit, die vom Steuerzahler bezahlt wird, die nicht gekĂĽndigt werden darf, in der es keinen Arbeitsschutz gibt, die keinerlei Kosten verursacht, aber der Unternehmer die Gewinne behalten darf?
Oder ein Unternehmer, der seinen Angestellten sowenig bezahlt, dass diese zusätzlich Hartz IV beantragen müssen, und dadurch der Lohn durch die Steuerzahler gezahlt wird?
Ist das ein Leistungsträger?
Also heißt Leistungsträger, er trägt die Gewinne heim durch die Leistung der anderen und ist dadurch sozial?
Derjenige aber, der die Leistung erbringt ist es nicht?
Das Kind das seiner Mutter Beschäftigung und Lebenssinn gibt, ist nicht sozial?
Der Kranke, ohne den kein Arzt ein Gehalt bekommen wĂĽrde, ist nicht sozial?
Der Arbeitslose, ohne den es keine Beschäftigten bei der Arge geben würde, ist auch nicht sozial?
Sozial ist also nur der, der Menschen beschäftigt und damit Geld verdient?

Sozial ist, was Arbeit schafft.

Nur auserwählte sind also sozial, und Arbeit bedeutet nicht, mit seiner Beschäftigung Geld zu verdienen?
Arbeit bedeutet also nur jemand anderem Geld zu verschaffen, damit dieser mehr Geld bekommt und sich als sozial definieren darf?

Irgendwie ist das doch eine sehr verkehrte und verdrehte Welt, wir leben in einem Land mit 80 Millionen Menschen, und einige wenige, ein kleiner Bruchteil dieser Menschen erklärt uns allen, was sozial ist, ohne es zu sein, und was Arbeit ist, ohne jemals selbst wirklich gearbeitet zu haben.
Und sie dulden keinen Widerspruch, und wir lassen es zu.
Wir lassen es zu, uns von einer Minderheit davon überzeugen zu lassen, das unsere Mütter und Väter, unsere Omas und Opas Unrecht hatten, die sich um ihre Kinder selbst gekümmert haben, die uns den Respekt vor dem Alter gelehrt haben, die uns erklärt haben, das sich die Stärkeren immer um die Schwächeren kümmern müssen.

Und heute sagen uns die Politiker, dass Mütter ihre Kinder in die Fremdbetreuung geben sollen, Kinder ihre Eltern wenn sie zu Pflegefällen werden, ins Heim geben sollen und die Schwachen selbst schuld sind. Sie sagen uns, es gibt zwar zu wenige Arbeitsplätze, aber alle müssen arbeiten, egal wo und egal zu welchen Bedingungen.
Jahrelang, Jahrzehntelang kämpften unsere Eltern und Grosseltern um Freiheit, um Arbeitsrechte, um guten Lohn und heute wird all das als falsch bezeichnet.

Sozial?
Arbeit?
Wer definiert es?
Wer arbeitet, und wer nicht?
Kann es sozial sein, Geld arbeiten zu lassen?
Kann es sozial sein, Kindern die Mutterliebe einzuschränken?
Kann es sozial sein, die Alten ins Heim zu geben, um arbeiten zu mĂĽssen?
Kann es sozial sein, fast 10 Millionen Menschen zu diskriminieren, weil sie keine Arbeit findet, obwohl es nur ca. 500 000 frei Stellen gibt?
Kann es sozial sein, die Altenpflegerin zu entlassen, um einen EinEuroJobber einzustellen?
Kann es sozial sein, wenn reiche Menschen darĂĽber urteilen, wie viel arme Menschen pro Tag essen dĂĽrfen?
Kann es sozial sein, wenn Menschen den WohlstandsmĂĽll der Tafeln essen dĂĽrfen?

Was ist sozial?

Sozial bedeutet gemeinsam, verbunden, gibt es das noch in unserem Land?
Welche Verbindung besteht noch zwischen den Armen und dem Mittelstand? Welche Verbindung noch zwischen dem Mittelstand und den ganz reichen? Welche Verbindung vor allem besteht noch zwischen den Menschen und der Finanzwirtschaft? An der Börse wird wesentlich mehr Geld gehandelt, als in der gesamten Realwirtschaft erwirtschaftet werden kann. Es besteht keine Verbindung mehr, und daher gibt es auch nichts gemeinsames, nichts Soziales mehr.

Sozial ist, was Arbeit schafft.

Es bedeutet nur, das ein Bruchteil der Menschen dieses Landes darüber bestimmt, was sozial ist, und was Arbeit ist. Der Rest der Menschen muss sich fügen, denn wenn er sich nicht fügt, dann folgt die „soziale“ Vernichtung.
Ein Menschenleben ist nichts mehr wert, jeder kann morgen ersetzt werden, der eine durch einen jüngeren.. der andere durch einen schlaueren… der nächste durch einen Billigeren, und der übernächste durch einen Ein Euro Jobber, der Mensch ist nichts mehr wert.

Sozial kann es also nur sein, endlich gemeinsam den Wert des Menschen wieder zu erkennen.

folgendes am 20.01.2011 gefunden bei: mmnews.de

Sozial ist, was Arbeit schafft?

„Alle müssen mehr arbeiten, um mehr Geld zu verdienen“, meinen zumindest die Politiker und „Experten“. Aber Geld entsteht nicht durch Arbeit. Es entsteht durch Schulden. Und „verdient“ wird das meiste Geld auch nicht durch eigene Arbeit sondern durch die Arbeit anderer, nämlich durch Zinsen.

Die arbeitsteilige Wirtschaft und der technologische Fortschritt dienen eigentlich dazu, den Menschen die Arbeit abzunehmen. Und das tun sie so erfolgreich, daß die Menschen immer weniger arbeiten müssen und die Arbeitslosenquote stets wächst. Das „Problem“ daran ist nur, daß dieser Erfolg nicht zu unserem Finanzsystem paßt, das permanentes Wachstum von Schulden benötigt. Und für Schulden muß man schließlich arbeiten. Die allseits nachgeplapperte Forderung nach „mehr Arbeit“ unter dem Motto: „Hätte man bloß nicht die Maschinen erfunden, dann hätten wir alle mehr Arbeit,“ ist – genau wie das Märchen von der Rückzahlung der Staatsschulden – einer der dümmsten und lächerlichsten Schildbürgerstreiche, die es je gab.

Waren und Dienstleistungen sind im Überfluß vorhanden. Weniger Arbeit und mehr Freizeit wäre für die meisten Menschen kein Unheil sondern eine Errungenschaft. Man müßte nur die Verteilung des Nutzens sinnvoll gestalten, und zwar so, daß sich Fleiß wieder lohnt.

Viele unsinnige Arbeiten könnte man in einem vernünftigen Geldsystem ersatzlos streichen. Der Gesellschaft nützt es nichts, wenn sich Millionen von Menschen nur damit beschäftigen, sich gegenseitig durch Werbung für Produkte, die keiner braucht, zu manipulieren, durch ungebetene Callcenter-Anrufe und Vertreterbesuche gegenseitig zu belästigen oder durch alle möglichen übrigen Gaunereien das Geld abzujagen. Anstatt sinnlose Formulare, Gesetze, Versicherungen, Abmahnungen, Gifte und Gegengifte, CO2-Zertifikate, Waffen, Lügen und sonstige Absurditäten herzustellen, die andere und einen selbst nur drangsalieren, könnte man doch einfach mal die wohlverdiente Freizeit genießen und die über Jahrhunderte geschaffene Technik arbeiten lassen.

Vernünftige Wirtschaftssysteme existieren schon lange in der Theorie. Man könnte zum Beispiel die Marktwirtschaft einführen, die es aber nur dann geben kann, wenn auch das Geldsystem marktwirtschaftlichen Mechanismen folgt. Aber solche Alternativen werden von den Nutznießern des etablierten Systems natürlich nicht zugelassen.

www.steuerboykott.org

http://www.mmnews.de/index.php/politik/6293-sozial-ist-was-arbeit-schafft